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Startschuss fürs neue Kufa-Haus am Westbahnhof

Publiziert in Presse
Montag, 09.09.2019
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Die Bigband der Städtischen Musikschule spielte zur Eröffnung des Soziokulturellen Zentrums. Dieser Saal ist für 300 Besucher ausgelegt. Die Bigband der Städtischen Musikschule spielte zur Eröffnung des Soziokulturellen Zentrums. Dieser Saal ist für 300 Besucher ausgelegt. Foto: Cornelia Steiner

 Das Soziokulturelle Zentrum wurde eröffnet. Es kann unter anderem für Konzerte, Kleinkunst, Workshops, Seminare und Privatfeiern genutzt werden.

 Ein herzhaftes, fröhliches „ENDLICH“ war am Freitag von vielen zu hören: Das neue Soziokulturelle Zentrum „Kufa-Haus“ am Westbahnhof wurde eröffnet. Die Besucher konnten alle Räume ansehen – es gab Musik, Theater, Yoga und vieles mehr.

Oberbürgermeister Ulrich Markurth erinnerte zum Auftakt an den langen Weg: Nach mehr als 30 Jahren war das einstige Freizeit- und Bildungszentrum (FBZ) im Bürgerpark 2002 im Zuge von Sparmaßnahmen geschlossen worden – der Sanierungsstau war hoch. „Als soziokultureller Treffpunkt hinterließ es eine riesige Lücke“, so Markurth. „So richtig ist uns das erst bewusst geworden, als es weg war.“ 2009 wurde das FBZ abgerissen und anschließend das Steigenberger-Hotel gebaut.

Als dann im Jahr 2015 auch noch die privat betriebene Meyer-Music-Hall geschlossen wurde, wuchs der Druck, etwas Neues zu schaffen. Fraktionsübergreifend habe es dafür den politischen Willen gegeben, sagte Markurth. „Man brauchte aber auch noch den richtigen Ort, mutige Investoren und einen passenden Betreiber.“ Lange Zeit ging es auf und ab. Doch dann fand sich eine Lösung: Die Investoren Manfred Neumann und Reiner Nötzel waren bereit, mit der Stadt und dem Verein Kufa (Kultur für alle) zusammenzuarbeiten.

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Ein Tag zum Feiern (von links) für die Investoren Manfred Neumann und Reiner Nötzel von der Westand GmbH sowie für die Kufa-Vorstände Oliver Ding, Markus Wiener und Bernd Müller.
Foto: Cornelia Steiner

Das Ergebnis? „Das ist nicht das FBZ reloaded, sondern eher Soziokultur 4.0.“, sagte Markurth. Am Westbahnhof ist ein dreistöckiges Gebäude mit historischem Backsteingiebel entstanden, das doppelt genutzt wird: Im hinteren Teil betreiben die Investoren das Veranstaltungszentrum Westand mit einem Saal, der 800 Besuchern Platz bietet. Die ersten Veranstaltungen haben dort bereits stattgefunden. Am Freitagabend spielte beispielsweise das Philharmonic Volkswagen Orchester Klassiker der Filmmusik. Demnächst kommen Atze Schröder, die Jazzkantine, Nazareth und Erich von Däniken.

Die vordere Hälfte des Gebäudes mietet die Stadt dauerhaft von der Westand GmbH und stellt sie dem Kufa-Verein zur Verfügung, der das Soziokulturelle Zentrum nun bespielt. Neben der Miete trägt die Stadt auch die Betriebskosten des Kufa-Hauses. Der Verein plant mit einem Etat von ungefähr 500.000 Euro, die erwirtschaftet werden müssen. Es gibt einen Saal für bis zu 300 Gäste, ein Bistro, zwei große Multifunktionsräume, kleinere Seminarräume sowie ein Ton- und ein Filmstudio.

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Die Multifunktionsräume eignen sich beispielsweise für Tanz und Theater. Nina Karmann präsentierte den Besuchern Yoga- und Meditationsübungen für den Alltag.
Foto: Cornelia Steiner

Markurth dankte dem Verein für seinen sehr langen Atem – und den Investoren für ihre Verrücktheit. „Das sage ich mit allem Respekt“, betonte er. „Ich bin froh, dass es in dieser Stadt so ein paar Verrückte gibt. Das Westliche Ringgebiet ist jetzt um ein weiteres Highlight reicher. Machen wir diesen Ort hier zu unserem Ort – für Musiker, für Kreative, für alle!“

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In einem der Seminar- und Workshopräume zeigte der Kunstverein Jahnstraße gestern Tonarbeiten: Simiao Yu (von links), Wiebke Reich und Anne Köhn mit Paula.
Foto: Cornelia Steiner

Quelle:  https://www.braunschweiger-zeitung.de
Autor: Cornelia Steiner

Gelesen 901 mal Letzte Änderung am Dienstag, 21 Januar 2020 12:44
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KufA Haus

Das neue Soziokulturelle Zentrum "KufA-Haus" ist bestens platziert in Braunschweig-West und bietet Raum für diverse Veranstaltungsformate für Konzerte, Kleinkunst, Musical, Workshops, Seminare, Privatfeiern etc.

mehr info unter:
http://kufa.haus/

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