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Leichter Verzug beim Braunschweiger Kulturzentrum Westand

Publiziert in Presse
Donnerstag, 27.06.2019
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Im Oktober 2018 besichtigten Braunschweiger Ratspolitiker um Oberbürgermeister Ulrich Markurth (Mitte) mit den Investoren den fertigen Rohbau des Veranstaltungszentrums Westand. Die vordere Gebäudehälfte mietet die Stadt langfristig für ein soziokulturelles Zentrum an. Im hinteren Teil entsteht ein privat betriebener Veranstaltungssaal für 800 Besucher.  Im Oktober 2018 besichtigten Braunschweiger Ratspolitiker um Oberbürgermeister Ulrich Markurth (Mitte) mit den Investoren den fertigen Rohbau des Veranstaltungszentrums Westand. Die vordere Gebäudehälfte mietet die Stadt langfristig für ein soziokulturelles Zentrum an. Im hinteren Teil entsteht ein privat betriebener Veranstaltungssaal für 800 Besucher. Foto: Stadt Braunschweig / Archiv

Die offizielle Eröffnung verschiebt sich. Ab Ende August soll der Konzertbetrieb aber wie geplant laufen.

Kurz nach den Sommerferien sollte es losgehen. Am 23. und 24. August wollte die Stadt Braunschweig ihr neues Soziokulturzentrum im westlichen Ringgebiet mit einer Feier und einem Tag der offenen Tür einweihen. Doch der – bisher noch nicht öffentlich bekanntgegebene – ­­ Termin muss verschoben werden. Darüber informiert der Verein Kufa (Kultur für alle), der das Soziokulturzentrum im Auftrag der Stadt betreiben wird, in einer aktuellen Rundmail seine Mitglieder.

Die Kufa-Räumlichkeiten nehmen auf rund 1500 Quadratmetern die vordere Gebäudehälfte des künftigen Veranstaltungszentrums Westand ein, das von der privaten Westand GmbH gebaut und betrieben wird. Die Stadt mietet sie langfristig an.

Auf Anfrage unserer Zeitung bestätigten Kulturdezernentin Anja Hesse und Westand-Geschäftsführerin Regina Marszalkowski-Wulf, dass der offizielle Eröffnungstermin später stattfinden wird. Entschieden widersprachen sie aber Angaben aus der Kufa-Rundmail, dass es „größere Mängel“ auf der Baustelle gebe.

„Einige Gewerke werden aller Voraussicht nach bis zum 23. August nicht fertiggestellt sein. Dies ist jedoch ausschließlich dem Baufortschritt – aufgrund weniger Positionen – geschuldet“, schreiben sie in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Von „größeren Mängeln“ könne keine Rede sein, zumal es auch noch keinen Abnahmetermin mit der städtischen Bauordnung gegeben habe, sondern lediglich eine Zwischenbilanz. Wenn es überhaupt Mängel geben sollte, könnten sie erst bei der Abnahme identifiziert werden.

„Die eigentliche Bauverzögerung ist im Anfangsstadium der Bautätigkeiten (Jahreswechsel 2017/2018) zu suchen: belasteter Boden, permanenter Regen, der den Baugrund so aufgeweicht hat, dass ein Befahren mit LKWs über einen langen Zeitraum nicht möglich war. Die Westand GmbH hat diese mehrmonatige Verzögerung im Verlauf des Baus durch Straffung des gesamten Bauablaufs weitgehend kompensiert“, betonen Hesse und Marszalkowski-Wulf
.
Die Westand-Geschäftsführerin trat auch Gerüchten entgegen, dass die ersten für Ende August/Anfang September geplanten Konzerte im rund 800 Zuschauer fassenden Westand-Veranstaltungssaal nicht dort stattfinden könnten. Davon war gestern auch in einem ersten Online-Artikel unserer Zeitung die Rede.

„Die Westand-Musikhalle plant für Ende August ihre ersten öffentlichen Veranstaltungen; die offizielle Eröffnung ist für den Herbst geplant“, heißt es in der Presseerklärung. Bisher sind dort u.a. vier Aufführungen des Musicals „Chaplin“ ab dem 25. August durch das Musical Ensemble Braunschweig sowie ein Elektro-Festival (7. September) und ein Konzert der Band Zebrahead (15. September) angesetzt.

An einen anderen Ort verlegt werden müssen wohl lediglich drei Konzerte des TU-Orchesters, die bereits am 13., 14. und 16. Juli stattfinden. Sie sollen nun im Stellwerk West in der Arndtstraße 5 gespielt werden.

Auch der Kufa-Verein ist zuversichtlich, dass die ab September geplanten Veranstaltungen stattfinden können, „dann unabhängig von der offiziellen Eröffnung mit dem Oberbürgermeister“, wie Vorsitzender Markus Wiener schreibt.

Beim Gesamtkomplex Westandmit Soziokulturzentrum und Veranstaltungshalle handele es sich „um eine riesige Investition mit einer höchst anspruchsvollen Technik, so dass man Unwägbarkeiten ebenfalls einkalkulieren muss“, so Kulturdezernentin Hesse. Da der zunächst avisierte Eröffnungstermin aber nicht öffentlich bekanntgegeben worden sei, könne auch nicht wirklich von einer Verschiebung die Rede sein. Die Stadt und die Westand GmbH stünden in engem Austausch.

Quelle: https://www.braunschweiger-zeitung.de
Autor: Florian Arnold

 
Gelesen 487 mal Letzte Änderung am Dienstag, 21 Januar 2020 13:54
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