Braunschweig  Skaterplatz am Westbahnhof wird zur Bühne von „Live im Westen“.

Von Jörn Stachura
Braunschweiger Zeitung vom

 

 Ringgleisfest

Foto: Jörn Stachura - Helsinki Blockheads spielten Punk-Rock. Das kam an.

Der größte Stadtteil Braunschweigs ließ es Samstag ordentlich krachen. Die Skaterbahn am Westbahnhof wurde zum Treffpunkt. Livemusik bis in die späte Nacht. Ein Fest der etwas anderen Art.

„Mehr Dynamik als am Westbahnhof findet man in ganz Braunschweig nicht.“
Jürgen Dölz, Bezirksbürgermeister Westliches Ringgebiet.

Live im Westen ist mittlerweile eine Marke. Im achten Jahr treffen sich nunmehr Fans von Livemusik irgendwo am Ringgleis. Der Skaterplatz ist freilich am besten geeignet – dort gibt es eine Überdachung. Nicht nur für die Musiker, sondern auch die Fans.

Der Westbahnhof scheint ohnehin der perfekte Ort zu sein. „Mehr Dynamik als am Westbahnhof findet man in ganz Braunschweig nicht“, meint Jürgen Dölz, Bezirksbürgermeister Westliches Ringgebiet.

Abermillionen von Fördergeldern sind in das Gebiet geflossen, von dem man nie genau wusste, ob es Brache oder ein sehr urtümliches Gewerbegebiet ist. Ringgleis, Jugendplatz und ein kleiner Eis-Kiosk sorgen mittlerweile dafür, dass die Zahl der Besucher wächst und wächst. Fest steht: Die Popularität des Quartiers wird steigen, wenn die alte Fliegerhalle zu einem Kletterzentrum ausgebaut ist und sich zusätzliche Betriebe angesiedelt haben.

Auch kulturell, sagt Dölz, werde sich etwas bewegen: Direkt gegenüber vom Festival-Gelände soll das neue Braunschweiger Soziokulturelle Zentrum entstehen. Dölz: „Die Vorlage der Verwaltung wird bereits am Dienstag im Bezirksrat beraten – wir werden natürlich zustimmen.“ Der Verein Kultur für Alle (Kufa), am Samstag Veranstalter von „Live im Westen“, soll Betreiber des neuen Zentrums werden. Die Stadt bereitet Nutzungs- und Mietverträge vor. Für 500 000 Euro soll Mobiliar angeschafft werden.

Damit nicht genug: So ein Fest ist auch immer Treffpunkt, um für neue Ideen im Quartier zu werben. Momentan geht es darum, das historische Kontorhaus am Jödebrunnen zu retten – ein kleiner pittoresker Holzbau, der nicht dem Verfall preisgegeben werden soll. Der Kontorhaus-Verein hat sich mittlerweile gegründet. Samstag gab es Führungen vom Stadtteil-Heimatpfleger Klaus Hoffmann, der auch einen Teil beisteuern will, um das kleine Holzhaus zu retten.

Retter wird es in Zukunft wohl vermehrt geben. Denn das Ringgleis, das großer Zubringer ist für „Live im Westen“, wird erstmals den Stadtteil verlassen. Dölz: „In der zweiten Septemberhälfte ist die neue Brücke fertig.“

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