Braunschweig Die Gruppen ART, Kufa und The Bridge beziehen mit einem Banner Stellung und werben für eine Willkommenskultur. Sie präsentieren es in Kralenriede.

Von Karsten Mentasti
Braunschweiger Zeitung vom

 

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„Refugees welcome“ – Die Gruppen Aktiv für Respekt und Toleranz (ART), Kultur für Alle (Kufa) und The Bridge präsentieren die Grafik. Foto: Mentasti

Die Botschaft auf vier mal zwei Metern ist klar und deutlich: „Refugees welcome“ – Flüchtlinge willkommen, steht auf einem Banner, das die Initiative Aktiv für Toleranz und Respekt (ART) und die Vereine Kultur für Alle (Kufa) und The Bridge, Förderverein für Jugendkultur im Bereich Hip Hop und Graffiti, in einer Projekt-Kooperation hergestellt haben und jetzt vor der Landesaufnahmebehörde in Kralenriede erstmals präsentierten.

„Wir wollten eigentlich ein Schild produzieren, das dann an einer geeigneten Stelle fest installiert werden sollte“, berichtet Markus Wiener, Kufa-Vorsitzender und von Anfang an auch Mitglied bei ART. Aber das hätte zusätzliche Kosten unter anderem für Genehmigung, Statikberechnung nach sich gezogen.

„Dann haben wir uns überlegt, dass ein flexibles Banner eigentlich viel besser ist, denn wir können es überall mit hinnehmen und damit deutlich Stellung beziehen für eine Willkommenskultur und gegen jede Art von Rassismus“, sagt Wolfgang Bartsch, Initiator von Aktiv für Respekt und Toleranz.

Erstmals öffentlich gezeigt wird das stattliche und bunte Banner, das Jugendliche mitgestaltet haben und bei dem das Wort Willkommen in mehreren Sprachen dargestellt wird, am heutigen Montagabend bei der Kundgebung „Stoppt die rechte Gewalt“ auf dem Domplatz.

„Auch bei verschiedenen Veranstaltungen werden wir mit Hilfe des Banners demnächst deutlich Stellung für eine positive Willkommenskultur beziehen“, so Bartsch weiter.

Die Grafik-Vorlage von ART und Kufa haben Mitglieder von The Bridge, darunter viele Diplom- und angehende Sozialarbeiter, auf eine Wand in einem Hinterhof der Hochschule für Bildende Künste an die Wand gesprüht und anschließend fotografiert.

Dieses Foto diente wiederum als Druckvorlage für das Banner. Dass die Graffiti-Künstler nicht direkt auf den Kunststoff gesprüht haben, habe pragmatische Gründe, betonte Jannis Kracht von The Bridge. „Beim mehrmalige Rollen und Falten des Banners und bei Wind und Wetter hätte die Farbe nicht dauerhaft auf der Kunststoffunterlage gehalten“, erklärt er.

Unterstützt wurde die Herstellung durch die Stadt Braunschweig über das Demokratieprogramm „Braunschweig – Diverse City“, in das auch Gelder aus dem Bundesprogramm „Demokratie Leben!“ einfließt.

Das internationale Sommer- und Kulturfest findet am 11. Juni statt

Wie die Vereine ART und Kufa am Rande der Banner-Präsentation auch mitgeteilt haben, wird es im kommenden Sommer nach der Premiere 2015 auf dem Platz der Ecclesia-Gemeinde, direkt gegenüber der LAB, eine Neuauflage des internationalen Sommer- und Kulturfests geben. Datum und Ort stehen bereits fest: Gefeiert wird diesmal am Samstag, 11. Juni, auf dem Tostmannplatz und den Räumen der Dankeskirche. „Wir sind derzeit dabei, das Programm zusammenzustellen“, erklärte Markus Wiener. Der Verein Kufa hat die Trägerschaft für das Fest übernommen. Schon jetzt ist aber klar, dass wieder viele Vereine, Initiativen sowie Menschen aus dem Stadtteil Schunteraue sich beteiligen werden. „Wir freuen uns auf ein tolerantes, buntes Miteinander aller Menschen und Kulturen, so wie beim ersten Mal im vergangenen Jahr“, erklärte Wiener.

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